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Sonntag, 28.11.2010 – Freundschaftsspiel: Tennis Borussia U12 – SV
Adler U11 3:3
(1:1) |
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Leistungsgerechtes
Remis in sehr sehenswerter Partie (hgd/28.11.10) Ein letzter Härtetest vor dem Spiel um den Staffelsieg am kommenden Sonntag im Duell der beiden verlustpunktfreien Tabellenführer bei Hertha 03 Zehlendorf sollte die Partie bei den U12-Mädchen von Tennis Borussia werden, die ihre zahlenmäßig noch nicht ganz Mannschaftsstärke erreichenden E-Mädchen durch eine Handvoll D-Mädchen absprachegemäß komplettierten. Und nicht nur diesen Zweck erfüllte das Spiel in vollem Umfang. Ohne große Hemmungen hielten die Adler-Mädchen auch gegen die körperlich überlegenen Spielerinnen in den Reihen TeBes, darunter mit Marie May und Setonam Agboli zwei U13-Auswahlspielerinnen, sehr gut dagegen und gestalteten das Spiel – nach noch etwas verhaltenem Beginn – vollkommen offen. Zweimal geriet man – jeweils kurz nach Beginn und Wiederbeginn– in Rückstand (4./29.), zweimal glich man in der Schlussphase der jeweiligen Halbzeit aus (22./43.). Und in der Schlussminute ging man sogar in Führung, gab diese mit einem Gegentor in den letzten Nachspielsekunden – das Spiel wurde nach dem Treffer zum 3:3-Endstand vom hervorragend leitenden TeBe-Coach Ralf Meyer gar nicht mehr angepfiffen – jedoch noch aus der Hand. Das aber tat keinem weh, denn auch daraus können die Adler-Mädchen für die kommenden Partien lernen, und zudem fand so ein sehr freundschaftliches Match einen Spielausgang, der keinem weh tat. 1. Halbzeit:
Nach frühem Rückstand bringt 9m den verdienten 1:1-Ausgleich Noch keine 4 Minuten waren auf dem mit verharrschten Schneeresten bedecktem, aber gut bespielbarem Platz am Kühlen Weg bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt gespielt, da lagen die Adler-Mädchen auch schon mit 0:1 hinten. Martha hatte eine Spielerin in ihrem Rücken übersehen, die legte geschickt ab und so war der Torerfolg aus etwa 6m nur noch Formsache – 1:0 (4.). Aber die Adler-Mädchen legten ihre Scheu schnell ab und gestalteten das Spiel zunehmend offen. Es gelangen einige schöne Spielzüge und nach hinten arbeiten alle sehr gut mit, allen voran Nele, die entgegen der Planungen doch in der Abwehr begann. Dies lag daran, dass Johanna im Tor beginnen musste, weil Sera wegen ihrer leichten Handverletzung diesbezüglich passen musste und mit Celina eine Stammkraft aus der Abwehr an diesem Tag nicht zur Verfügung stand. Nele zeigte eine sehr aufmerksame Leistung und schränkte die stark agierende U13-Auswahlspielerin Setonam Agboli erheblich in ihrer Wirkung ein. Nach 9 Minuten hatte Stella die erste Chance zum Ausgleich, schoss von halbrechts aber am kurzen Eck vorbei. Nach ihrer Einwechslung im Angriff zeigte Sera in der Mittelstürmerposition eine starke Leistung mit manch guter Aktion und Charmaine kam nun für Laura über die rechte Mittelfeldseite. Ein Foul im Strafraum an Charmaine war dann auch Ausgangspunkt für den verdienten Ausgleichstreffer. Stella schoss, die Torhüterin lenkte den hoch in die Tormitte geschossenen an die Latte, aber zum Glück hatte der das Spiel leitende TeBe-Coach den Ball noch gar nicht durch seinen Pfiff freigegeben. So hatte Stella eine 2. Chance, die sie mit etwas Glück nutzte, denn auch an den halbhohen Ball nach links kam die Torhüterin heran, konnte ihn jedoch nicht abwehren – 1:1 (22.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Adler dann noch einen Schreckmoment zu überstehen, aber der Kopfball von Marie May nach einer Ecke von rechts ging knapp über das Gehäuse (25.). Nach 27 Minuten pfiff Ralf Meyer nach einer trotz der Kälte durchaus erwärmenden, von beiden Seiten engagiert und absolut fair geführten Partie zur Pause, in der sich Sera entschied, nun doch – trotz der sich am Freitag nach bemerkbar machenden Handblessur – die Torwartposition einzunehmen. 2. Halbzeit: Doppelschlag zum
Schluss reicht doch nicht zum Sieg Und wie schon in der 1. Halbzeit kamen
die TeBe-Mädchen besser ins Spiel. An einem Querpass von rechts trat Marie
May 3m vor dem Tor noch vorbei (28.), eine Minute später aber setzte
sie sich von halblinks entschlossen durch und hämmerte die Kugel hoch ins
lange Eck – 2:1 (29.). Aber fast noch deutlicher als vor der
Pause zeigten sich die Adler-Mädchen alles andere als geschockt und bald
boten sich Chancen zum erneuten Ausgleich. Die erste hatte Charmaine,
die nach der Einwechslung von Johanna für Cara wieder auf die
Mittelstürmerposition vorgerückt war. Johanna übernahm für Nele
die rechte Abwehrseit und die rückte ins Mittelfeld vor und auch das stellte
sich als „spielbare“ Variante heraus. Die steil geschickte Charmaine
ging in zentraler Position auf und davon, traf dann aber allein vor der sich
kaum bewegenden Torhüterin mit einem halbhohen Schuss nur den rechten
Pfosten (36.). Und keine Minute später verzog Derya aus 8m
halblinks mit einem Schuss hoch am langen Eck vorbei, übersah hierbei aber
die vor dem Tor frei stehende Stella (37.). Kurz darauf musste Charmaine leicht
angeschlagen heraus – für sie kam noch einmal die wie gewohnt einsatzfreudige
Cara in vorderster Linie zum Einsatz (39.) – und dann wagte auch
Martha, die zunächst auf ihre Wiedereinwechslung wegen ihres erneut
schmerzenden Fußes verzichtet hatte, noch einige Einsatzminuten auf der
rechten Abwehrseite für Johanna (43.). Kurz danach machte Derya
nach dem schönsten Spielzug des Tages nach einem doppelten Doppelpass mit Stella
toll freigespielt aus 4m mit einem platzierten Flachschuss abermals den
verdienten Ausgleich – 2:2 (43.). Und die Adler- wie schon oft
mit einer starken Schlussphase – waren damit noch nicht zufrieden und
drängten weiter auf den Führungstreffer. Die erste Chance dazu vergab die von
Derya mit einem Querpass schön bediente Cara, die aus 6m nach
rechts verzog (44.). Dann versuchte es Derya einmal mehr von
halblinks aufs kurze Eck, aber die gute Torhüterin hatte den Fuß am Ball,
wehrte zur Ecke ab (46.). Schließlich kam für die letzten Minuten noch
einmal Charmaine für Cara und unmittelbar nach dieser
Einwechslung lenkte die erneut stark parierende TeBe-Keeperin einen 8m-Schuss
von Derya in Brusthöhe noch an den Pfosten (48.). In der Schlussminute
sollten die Adler dann aber doch noch den in dieser Phase überfälligen
3.Treffer markieren. Bei einem Konter über Stella über die linke Seite
übernahm Charmaine im Mittelfeld die Kugel, ging unaufhaltsam durch
und schob links unten ein – 2:3 (50.). Sogleich sagte der das
Spiel leitende Ralf Meyer 2 Nachspielminuten an und am Ende
dieser Zeit sollten die TeBe-Mädchen noch eine Eck von links bekommen. Hier
hätten die Adler den Ball nur weit aus der Gefahrenzone schlagen müssen und
die Partie wäre vorbei gewesen. Dies aber gelang gleich mehrfach nicht – stets
blieb das Leder in der gefährlichen Zone und so kam TeBe noch zu einem
letzten Pass in die Mitte und zu einem letzten Torschuss, der den Weg in die
Maschen fand – 3:3 in den letzten Sekunden des Spiels, das
danach gar nicht mehr angepfiffen wurde. Wie eingangs erwähnt, tat dieser Treffer in
dieser Partie nicht mehr weh – in einer Woche bei Hertha 03 sähe
das schon anders aus. So waren alle zufrieden mit einem gerechten Ausgang
nach einem Spiel auf Augenhöhe, das geradezu nach einer Wiederholung schreit.
Wichtigste Erkenntnis war, dass alle zum erweiterten Kreis der 1.Mannschaft
zählenden Mädchen auch gegen einen starken Gegner und auch gegen
körperlich überlegene Spielerinnen engagiert und mutig zur
Sache gehen – keine fiel an diesem Tag auch nur ansatzweise ab. Solch eine
Leistung in einer Woche und die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss der
Punktspielserie in diesem Jahr ist mehr als groß. 3. und 4. Halbzeit: Adler-
und TeBe-Mädchen als Ballmädchen in der 2. Frauen-Bundesliga Den 2 Halbzeiten auf dem Feld folgten 2 Halbzeiten neben dem
Feld – als Auflauf- und Ballmädchen beim Spiel der 2. Frauen-Bundesliga
zwischen TeBe und Werder Bremen. Bei eisigem Wetter hielten die
Mädchen auch hier bravourös durch und durften schon einmal ein wenig daran
schnuppern, wo sie ihr eigener Weg in rund 10 Jahren vielleicht einmal
führen könnte... An TeBe, allen voran Betreuerin Andrea May, geht ein großes
Dankeschön für diese Einladung und einen – trotz der kühlen Temperaturen
– rundum gelungenen Sonntag Vormittag, der nach seinem Beginn mit der Abfahrt
in Lichtenrade gegen 7.45 Uhr erst gegen 13 Uhr mit der Rückfahrt
seinem Ende entgegen ging.
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Adler E-Mädchen (U11) vor dem Spiel gegen TeBe U12
Auflauf- und Ballmädchen bei TeBe – Werder Bremen Fotos: Andrea
May (TeBe) |
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